Die Menschen dieser Welt rasen sehenden Auges auf den Abgrund zu. Es gibt kein Entrinnen mehr, so viel steht fest.
Die Menschen dieser Welt rasen sehenden Auges auf den Abgrund zu. Es gibt kein Entrinnen mehr, so viel steht fest. Es wird so kommen, wie es kommen muss. Allerdings ist der erste Satz so falsch, wie er nur sein kann. Kurioserweise wird sich das Ereignis dadurch nicht ändern – ja, zu früh gefreut. Die Menschen sehen nicht, wie sie auf den Abgrund zurasen. Also auch nicht wie in einem Comic, wo die Figur ein paar Meter über den Abgrund hinwegschießt, noch einen Moment in der Luft schwebt, meist mit absurd schnellen Bewegungen der Beine versucht, das Unausweichliche zu vermeiden: den Absturz. Nein, dieser spezielle Schrecken und das Gewahrwerden der wirklichen Ursache des Absturzes wird uns erspart bleiben. Zum Glück? Nein, wenn es eine Chance gäbe, es vorherzuahnen, zu antizipieren, dann wäre es vielleicht vermeidbar. Da man aber nur denken und sehen kann, was man kennt, so wird uns die Möglichkeit verwehrt bleiben, einzugreifen und den Lauf der Dinge zu verändern. Ja, aber wir wissen doch, wohin es hinausläuft, und es kommt, wie es kommen muss. Es ist der Turbokapitalismus, die Ausbeuter, die Arbeitgeber, die Reichen und Superreichen, die Egoisten, die Narzissten, die Mächtigen. Andere würden so etwas sagen. Es ist der Sozialismus, der Kommunismus, die Faulen, die Sozialschmarotzer, die Staatsgläubigen. Selbstverständlich ist alles geeignet, die Menschheit in den Abgrund zu stürzen, damit haben beide Lager recht. Aber nichts von dem wird das Rennen gewinnen. Die Bedeutungslosigkeit der Menschen wird dem allem zuvorkommen. Wir fallen damit auch nicht irgendwo runter, wir werden bei großem Glück an der gleichen Stelle sein wie du gerade jetzt, aber völlig bedeutungslos. Der rote Faden ist durchgeschnitten, ein unauflösbares Wollknäuel liegt stattdessen vor unseren Füßen. Es ist egal, welchen Weg wir einschlagen, wir kommen nicht mehr ans Ziel, unmöglich, weil es bedeutungslos geworden ist. Die Technokratie wird siegen, uns beschäftigen, aber keine Aufgaben mehr für uns haben. Eine Technokratie ohne Technokraten selbstverständlich. Wenn alles gut läuft, dann werden die meisten den Abgrund nicht spüren. Aber das ist dann auch bedeutungslos. Während ich die Zeilen schreibe, arbeiten im Hintergrund 5 KI-Agents, weitere x Prompts werden von LLMs bearbeitet. Alle habe ich noch persönlich beauftragt, dies oder jenes für mich zu tun. Bedeutungsvoll, nicht wahr?
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