Konkurrenz belebt das Geschäft, da ist sicher was dran, und erlebt hat es wohl auch schon jeder.
Konkurrenz belebt das Geschäft, da ist sicher was dran, und erlebt hat es wohl auch schon jeder. Natürlich gibt es Generationen, zumindest wird es ihnen zugeschrieben und man gewinnt teilweise den Eindruck, auch zu Recht, welche dieses Prinzip am liebsten negieren würden. Das Prinzip wird bleiben, so viel sei schon mal verraten. Vielleicht ahnt ihr schon, dass ich nicht einen gewerblichen Betrieb meine – da gilt das Prinzip grundsätzlich auch –, aber ich meine eher den Ansporn untereinander, unter Freunden, Familie, anderen Personen aus nahen oder fernen Verhältnissen. Und Konkurrenz ist auch nicht so zu verstehen, dass es nur Gewinner und Verlierer gibt. Nein – richtig verstanden und angewandt, bedeutet es eine gemeinsame Entwicklung. Wer das Prinzip verstanden hat und mit anderen gemeinsam lebt, wird merken und tief spüren, wie ein intensives Erleben von Entwicklung stattfindet. Nun, das hört sich doch sehr schön an. Man freut sich an der Entwicklung anderer und ganz nebenbei wird man seine eigene Entwicklung feststellen. Wenn da nicht wieder der Neid wäre, der andere könnte besser sein. Dass man Unterschiede sehen könnte – ein Unding unserer Zeit. Unterschiede gibt es nicht – alle sind gleich, und wenn nicht, wird so lange das Niveau gesenkt, bis alle auf einer Stufe sind oder noch davor. Die Anstrengung ist schon verdächtig, besser noch: Wenn sich andere anstrengen, dann sind sie verdächtig. Verdächtig, die Armen und Schwachen zu demütigen, zu entwürdigen. Es ist aber doch eher so, dass die Schwachen andere Schwache brauchen, um ihresgleichen zu erklären. Der Starke braucht keine Schwachen – er braucht Starke, damit er sich weiterentwickeln kann. Wenn wir diese Prinzipien weiter ignorieren, dann wird in Fußballvereinen mit den Kindern auf vier Tore ohne Tormann gespielt, damit diese Erfolgserlebnisse erleben können. Bei den Bundesjugendspielen wird es keine Gold-, Silber- und Bronzemedaillen mehr geben, damit sich niemand darüber ärgern kann, nicht gewonnen zu haben. Es gibt eine Fabel von einem Fuchs – dieser versuchte, die von der Sonne gereiften Trauben zu pflücken. Allerdings war die Rebe etwas hoch und der Fuchs kam einfach nicht heran. Der Fuchs gab auf, sich nach den Trauben zu strecken, und bemerkte bissig: „Die Trauben sind eh viel zu sauer.“ So hört man es nun beinahe täglich. Nur nicht anstrengen, um die Trauben oder seine eigene Entwicklung voranzutreiben.
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